La Traversée und "mir" 2009

La Traversée und "mir"

von Holger Schwarzer

Na, mir vom Wormser Ruderclub.  Am 20. Sept. ´09 sollte es wieder so weit sein im Veranstaltungskalender des Französischen Ruderverbandes. Das Ruderfest quer durch Paris für Mannschaften in Gig-Vierern sollte beginnen. Wer mochte auch kostümiert...

Im Vorfeld hatte Michael unter den Mittwochsruderern Werbung gemacht und es fanden sich sechs Ruderwillige und eine Landgängerin. Für unser übliches Konzept, der Anreise am Samstag und der entspannten Rückfahrt am Montag hatten Doris & Michael die Organisation übernommen und ein Hotel und Restaurationen für die Abende gefunden. Wie immer sehr nette Etablissements. Am ersten Abend hatten wir nur nicht allzu lange etwas davon.

Während Christian und Edelbert mit Familie mit der Bahn anreisten, fuhren wir dank der Unterstützung der Familie Neiß mit dem Auto. Durch Umstände, die WIR nicht zu vertreten hatten schafften wir es erst gegen 11 Uhr am SA auf der Autobahn zu sein, um sodann das erste Schlückchen Sekt zu probieren. Etwas in Eile, bzgl. des Treffpunkts um 17 Uhr am Hotel in der Rué de Tolbiac fuhren wir auf der Autobahn mit nur geringfügigen Stopps (Maut und Proviant) auf dem schnellsten Weg unserem Ziel Paris entgegen.
 

Leider schafften wir es nicht unsere Ruderkameraden am Hotel abzuholen und fuhren gleich über die Stadtautobahn durch bis zum Bootsplatz. Zu unserem Erstaunen hatten wir bemerkt, dass der Start der diesjährigen Traversée nicht wie gewöhnlich in Bercy stattfand sondern auf der anderen Seite der Stadt, ganz im Westen. Nebenbei wurde auch die Streckenlänge von 22 km auf 35 km erhöht.

Am Pariser Ruderzentrum angekommen waren wir gleich ganz erstaunt, was für Möglichkeiten sich die Sportler dort geschaffen hatten. Ein modernes Bootshaus mit X-Bootshallen für Kanufreunde und Ruderer. Wir hatten etwas Zeit uns umzuschauen, denn unsere Freunde aus Gravelines waren noch nicht vor Ort. Somit zerrann unser Zeitpolster bis zum Abendessen und wir baten die drei aus dem Hotel doch schon einmal das Restaurant aufzusuchen, um den reservierten Tisch zu erhalten. Nachdem Jaques und Co dann eintrafen wurde uns ein nagelneues Boot offeriert, welches wir dankend annahmen. Die Begrüßung viel nur kurz aus, denn wir wollten erst noch einchecken bevor es zum Abendessen ging. Michael fuhr unter der Anleitung von Holger souverän durch Paris, doch leider hatten wir kein Mittel gegen den Stau auf der Peripherie. Endlich im Hotel angekommen ging es gleich weiter in die Metro und ab zum Treffpunkt mit den Ruderkameraden. Diese hatten in der Zwischenzeit die reservierten Plätze tapfer verteidigt, denn es war mittlerweile schon 21:45 Uhr. Es reichte noch für ein vorzügliches Menü a la carte und der Abend konnte ausklingen.
 

Am Sonntag ging der Wecker schon um 5 Uhr und alle standen bei Fuß nach einer doch recht kurzen Nacht. Ein Baguette mit Käse und Wurst war unser Frühstück auf der Fahrt zum Start. Der Tag war noch nicht angebrochen doch die Uferbeleuchtung lies eine gute Stimmung aufkommen. Mit der Unterstützung vieler Helfer kamen die Boote zügig auf das Wasser und der Start konnte um 07:20 Uhr erfolgen. Im Pulk der Boote hatte uns Michael geschickt auf eine Außenbahn gebracht und wir konnten uns mit langen ruhigen Schlägen von Edelbert in der Vorstadt von Paris im vorderen Feld behaupten. Es folgten die Sehenswürdigkeiten, wie die Statue de Liberté, der Eifelturm und der Louvre. Hinter der Ile de Louis war der Wendepunkt und es ging etwas entspannter auf die Rückfahrt. Viele Details können wir hier gar nicht wiedergeben, doch wir waren uns einig, es war wieder ein schönes Erlebnis Paris auf dem Wasserweg zu durchqueren. Beim anschließenden Buffet konnten wir mit unseren Freunden aus Gravelines und Michel Mertz mit seiner Familie draußen vor dem Bootshallen sitzen und die Veranstaltung ausklinken lassen. Wir hatten am Sonntag noch Zeit für Sehenswürdigkeiten und konnten am Montag entspannt die Rückreise antreten. Leider gab es Hochnebel, welcher uns im Marne-Tal (Champagne) teils einen Ausblick auf einen schönen Wanderruderfluss versperrte.

Es grüßen Euch Ute+Edelbert Herzog, Christian Schmidt, Johannes Wohlgemuth, Doris+Michael Thier sowie Holger Schwarzer.