Drei Männer im Schnee - Engadin 2009

Drei Männer im Schnee
Engadin 2009

Schon im November 2008, ich erinnere mich schwach, scharrte Gerhard Haussmann mit den Hufen und infizierte einige Ruderer aus Worms mit dem Virus doch mal wieder die müden Knochen auf Langlaufskiern in Bewegung zu bringen. Ende Februar ´09 war es dann endlich so weit und drei Aktive vom WRC machten sich in aller Früh auf den Weg Richtung La Punt-Chamues CH. Mit dabei waren Klaus S., Gerhard H. und Holger S. ...

Bei frühlingshaften 9°C im Ried fuhren wir auf der A5 der Schweiz entgegen. Über Schneefälle in den Alpen informiert war mir nicht bange dort auch die weiße Pracht anzutreffen. Doch weit gefehlt, die Weiße Pracht konnte nur auf den Spitzen des Schwarzwaldes erspäht werden. An der Schweizer Grenze waren es immer noch 9°C plus und  auch hinten im Rheintal „kein“ Schnee zu sehen. Nach einem kurzen Tankstopp bogen wir ab ins Tal des Schins. Von nun an ging es nur noch bergauf durch viele Windungen und Tunnel, Brücken über Schluchten und immer eine Bahntrasse im Blick. Es ist bekannt, die Räthische Bahn durchstreift in diesem Teil der Schweiz sämtliche Täler und in mir kam der Wunsch auf, einmal im Panoramawagen diese schöne Landschaft zu durchstreifen. Natürlich hatte es auch für uns ein Vorteil von Klaus gefahren zu werden, denn sein Auto hat die Route ins Engadin schon im Autopilot  gespeichert, da er ein regelmäßiger Besucher in diesem Teil der Schweiz ist.

Die Temperatur blieb gemäß Anzeige immer über 5°C doch schon bald wurde die Landschaft von der Weißen Pracht überzogen und bei Schneehöhen über 150 cm war uns nun nicht mehr bange, dass wir auf Langlauf verzichten müssten. Der Himmel lichtete sich und wir konnten das Bergpanorama über den Julierpass bei strahlendem Sonnenschein genießen.

St. Moritz ließen wir links liegen, denn auf uns wartete das bewährte Skikonzept von Wolfgang Fritsche, der den Skilanglauflehrgang des DRV in gewohnter Manier organisiert. Diese Mal waren wir in der Jugendherberge in La Punt und wie die Insider meinen eine gute Wahl gegenüber der Alternative in Brail.  Über 50 Teilnehmer hatten gemeldet und das war auch die Herausforderung für Gerd unseren Koch aus Radolfzell. Eine schwäbische Frohnatur, der auch für die Nordlichter unter uns das ein oder andere Gericht ins Hochdeutsche übersetzte.

 

Da ich ein zweites Mal gemeldet hatte fielen mir auf der Meldeliste gleich einige Namen auf, die ich schon von 2000 kannte. Es gibt also einige Wiederholungstäter bei der Fahrt ins Engadin.

 

Gerhard, der immerhin alle 3 Jahre mitfährt und Klaus, der fast jedes Jahr dabei ist, denn er unterstützt Wolfgang F. bei der Durchführung des Skilanglauflehrgangs mit immer wieder interessanten medizinischen Themen. Die Besonderheit: In diesem Jahr war Anna Gasse von Concept2 mit von der Partie und so konnten Spirometrische Tests auf dem Ruderergometer angeboten werden. Eine harte Angelegenheit, denn entweder vor dem Frühstück oder nach einem anstrengenden Skitag mussten die Freiwilligen einen Test mit 2-minütiger Volllast oder einem 3-Stufen Steigerung ausfahren.

Zum Abschluss gab es dann noch einen Ergoachter im Skigang, denn Anna hatte Slides für acht Achter mit dabei. Auf der Skiloipe wurde in den ersten Tagen natürlich richtig unterricht erteilt, denn jeder wollte seine Technik steigern. Und wo geht das besser als auf den super präparierten Loipen entlang des jungen Inns. Im Anschluss kamen die Tourengänger auch auf ihre Kosten. Wir fuhren von Pontresina aus entweder ins Val Roseg oder zum Morteratsch-Gletscher. In beeindruckender Art und Weise kann man die Spuren dieser mächtigen Eismassen erahnen, die die Gletscher in den letzen 100 Jahren zurückgelassen haben. Das Massiv um den Bernina, welches die Gletscher speist ist immerhin um die 4000 m hoch. Eine schöne Tour durch bewaldete Abschnitte nach Zernez ins Unterengadin rundete die Eindrücke ab.

Es folgt noch ein Tag zu freien Verfügung und zum Abschluss eine Biathlon Staffel, die den Teilnehmern noch einmal alles abverlangte ☺. Eine schöne Woche mit aktiver Erholung ging zu Ende und Klaus, der neben seinen medizinischen Tests auch einige KM auf der Loipe herunterspulen konnte brachte uns wieder sicher ins Ried und den Gerhard auch
nach Worms. Jedem sei empfohlen auch einmal auf die Langlaufskier zu steigen und diesen herrlichen Sport in schöner Natur auszuprobieren. 
 

Es grüßen Euch Klaus, Gerhard, Holger 
und unser ehemaliger Wormser Detlef Glätzer